Der perfekte Ausgleich

Musik hat mich mein Leben bisher fast immer begleitet. Mit dem Klavier fing es an, dann kam Studium Familie, Kinder – keine Zeit für Noten und Drauflosspielen - aber eine tolle Zeit!! Irgendwann hat es mich wieder gepackt. Ich kaufte mir eine lang erträumte Querflöte, nahm einige Jahre Unterricht, begann mit Klassik und Tango.

Grooviges, Ungerades und schräge Skalen

Dann begegnete ich dem Sommermusikfest von Rüdiger Oppermann. Ein Kosmos der verschiedensten Richtungen und Kontinente tat sich auf. Schnell verfiel ich den osteuropäischen Rhythmen und Skalen, dem Balkan, Klezmer und den Gypsy-Klängen. Dieses “zwischen Dur und Moll”, dieses nicht glatt Gebügelte, diese schrägen Grooves – das gefiel mir!  Die Querflöte wurde nach und nach durch das Saxofon abgelöst. Später noch kam die Klarinette dazu. Alles in Allem: ich bin kein studierter Profi. Vieles ist autodidaktisch, aber in jedem Fall mit Freude und Engagement.

Ein Danke an die vielen Musiker auf dem Sommermusikfest und die Leiter der anderen Workshops, die alle die Grundsteine gelegt haben zu all dem, was ich musikalisch unternehme (Taxi Sandanski, Odessa-Projekt (bis 2012), Klezmertanz). Einen großen Fundus an Anregungen und Ideen konnte ich immer mitnehmen! Einige Male hab ich nun auch selbst Workshop gegeben und freue mich an den vielen Musikbegeisterten, die da mitmachen und den Tunes das ganz eigene Sommermusikfest-Feeling einhauchen.

Ich ziehe eine Menge Energie aus meinen musikalischen Aktivitäten – sie kommt daher auch meiner Medienarbeit zugute.

Viele Musiker der Sommermusikfestes bei der Schlussfanfare des Klangweltenfestivals im Tollhaus in Karlsruhe. Mein Bandkollege mit der Tuba und ich waren zusammen mit Bläsern der Bigband des Helmholtz-Gymnasiums zu diesem Schlussevent auch auf der Bühne. - Das war echt cool und ist eine tolle Erinnerung.

Musik(Video)Tipps

Federspiel

Den Gag am Anfang einfach mitnehmen: sie bleiben nicht stumm :-) -Komplett anhören kann man das Stück auf soundcloud.
Federspiel aus Österreich - schon lange wollte ich dieses junge Ensemble hier mal vorstellen. Ein Tipp einer befreundeten Geigerin, die sich für diese virtuosen Bläser und ihren Gesang begeisterte. 2014 konnte ich Federspiel bereits bei den Weingartener Musiktagen junger Künstler erleben. 2016 waren sie wieder da. - Eines meiner Lieblingsstücke: "Mari Stanko" in einem Trailer ihrer CD von 2012. Ein traditionelles Stück im 7/8 Takt aus Bulgarien, dessen Text ich leider nicht in seiner Bedeutung kenne. Geführt wird es als "Music of the Medieval Pilgrim" - von daher passt es ja fast zur Jahreszeit. In diesem Sinne Frohe Weihnachten und guten Rutsch.

Das war mein letzter Favourite-Tipp. Und hier gibts noch mehr ...